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Tierische Mitbewohner in der Nutztierarche

Gefährdete Nutztiere:

Pommernente

Schwarze Ente mit weißem Latz und dunkelgrünem Kopfgefieder im Profil
Gruppe Pommernenten mit Huhn
Pommernente an Teich

 

Die Pommernente, auch unter dem Namen Schwedenente, Uckermärker und Duclairente bekannt, gilt heute als die älteste deutsche Entenrasse. Aus einem schweren Landentenschlag züchtete man eine mittelschwere Ente mit hoher Legeleistung und hervoragender Fleischqualität. Mit einem Bestand von circa 100 Tieren in Deutschland gehört die Pommernente zu einer akut gefährdeten Rasse und wird auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen geführt.

Deutsches Lachshuhn

Creme-weiß-gefiedertes Huhn an Teich
Schwarz-gefiederter Hahn mit creme-weißem Kopfgefieder

 

Das Deutsche Lachshuhn entstand durch Kreuzung mehrerer Mastrassen, darunter Brahma, Dorking und Houdan. Durch seine gute Lege- und Mastleistung gilt es als Zweinutzungsrasse. 2009 lebten in Deutschland ca. 2200 Exemplare.

Belgisches Bartkaninchen

 

Das belgische Bartkaninchen ist wegen der üpigen Mähne in seinem Urspungsland Frankreich auch als Löwenkaninchen (Lapin-Lion) bekannt. Es wurde bereits mehrere Mal als Rasse neu gezüchtet; erst 1990 kamen die ersten Tiere nach Deutschland.

Guteschaf

Schafe auf Weide
Schafe mit Salzleckstein
Schafe auf Weide

 

Das Guteschaf (schwed. Gutefår) gehört zu den nordischen Kurzschwanzschafen und gilt als älteste schwedische Schafrasse. Alle heute lebenden Exemplare (verschiedenen Quellen zufolge 2000-5000 weltweit) stammen von etwa 15 Exemplaren ab, die 1940 von der Population des alten gehörnten Typus des Freiweideschafes in Gotland übrig geblieben waren.

Nicht-gefährdete (Haus)Tiere:

Hund

 

Der Hund als Haustier hat eine lange Tradition; wissenschaftliche Quellen gehen von einer Zeitspanne zwischen 15.000 und 100.000 Jahren aus, die die Domestifikation des Hundes zurückliegt. Zunächst als Jagd-, später auch als Wach- und Hütehund genutzt, nehmen Hunde heute eine Vielzahl von Aufgaben im Zusammenleben mit dem Menschen wahr.

Katze

 

Die heutige Hauskatze in ihren zahlreichen Varianten stammt von der Wildkatze ab und geht vermutlich auf eine Selbstdomestikation vor über 9000 Jahren zurück. Als die Menschen sesshaft wurden,schlossen sich die Katzen ihnen an, um von Abfällen und anderen „Nebenprodukten“ der Siedlungen zu profitieren.

Meerschweinchen

 

Meerschweinchen stammen aus Südamerika, wo sie noch heute weitverbreitet sind und zum Teil als Fleischlieferanten gehalten werden. In Europa und anderen Ländern ist die Haltung als Haustier (ohne den Nutztieraspekt) deutlich häufiger anzutreffen.

Frettchen

 

Das Frettchen ist die „Haustierform“ des Iltis; bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde das Frettchen als Jagdhelfer eingesetzt, beim sogenannte „Frettieren“. Die Anfänge der Domestizierung des Frettchens werden vor 2500 Jahren vermutet.

Hazel und Grisu, unsere beiden Frettchen leben in der Nutztierarche und unterstützen uns z.B. bei der tiergestützten Intervention mit Schulklassen im Rahmen unseres naturpädagogischen Klassenfahrtprogramms „Von Adlereulen und Auerochsen“ in der Jugendherberge Burg Blankenheim.

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